Projektbeschreibung
Im Bezirk Lichtenberg, unmittelbar an der Spree, liegt das Projekt Hafen und Hof. Das Grundstück befindet sich zwischen einem Neubaugebiet an der Rummelsburger Bucht und dem ehemaligen Freibad aus den 30er Jahren. Seine Wärme erhielt das Freibad über das 1925 in direkter Nachbarschaft errichtete Kraftwerk Klingenberg, dessen Fassade heute unter Denkmalschutz steht. Der 10 m von der Spree entfernt errichtete Firmensitz umfasst eine Bushalle, Werkstatt, Verwaltung, Schulung und eine Betreiberwohnung.

 

Entwurf
Alle Funktionen wurden bewusst in einem Baukörper untergebracht. Fenster von 3x3 m sind bündig in die Fassade eingelassen. Sie gehen über alle Nutzungsbereiche, wodurch ein ruhiges und großzügiges Erscheinungsbild entsteht. Wo notwendig, wurde das Fenstermaß geteilt. Der Blick von innen nach außen ist spektakulär und selbst die Terrasse im 2. Obergeschoss ist zur Spree hin bodentief verglast. Im Innenraum gibt es durch die großen Fenster die gewünschten Blickbeziehungen nach außen und zwischen den Nutzungsbereichen. Die dunkelgraue Fassadenfarbe nimmt die Farbe der Firmenbusse auf und trägt so zum Corporate Image bei.

 

Konstruktion
Der Neubau wurde im wasserseitigen Teil als Betonskelettbau mit drei Stockwerken errichtet. Die Wände der nördlich angeordneten Bushalle sind aus Sichtbeton. Das Stahldach verbirgt sich hinter der Attika. Treppenläufe aus 10 mm Flachstahl mit Gitterrosten belegt unterstreichen die industrielle Funktion.

Nachhaltigkeit
Das Gebäude verfügt über modernste Haustechnik. Wärme wird über Geothermie dem Erdreich entzogen. Eine Fußbodenheizung in Halle und Verwaltung gibt diese an die Räume ab. In der Halle ist die Fußbodenheizung direkt in der Bodenplatte einbetoniert, in der Verwaltung liegt sie im Heizestrich. Der Fußbodenaufbau in der Verwaltung beträgt 185 mm. Die Hohlbodentechnik übernimmt die Luftführung und dient als Kabelkanal. Auch Wärmerückgewinnung und Fotovoltaik sind eingebaut.
Das Regenwasser von Dach und versiegelter Fläche des Grundstücks wird in einem unterirdischen Becken gesammelt und versorgt die zusammen mit dem Neubau errichtete Waschstraße für die Busse.

Hastrich Keuthage Architekten

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