Velodrom und Extremsports Center Guangzhou
In Guangzhou sollte zu den Asian Games ein Velodrom mit Extremsportzentrum und weiteren Sporteinrichtungen wie Klettern, Mountain Bike, Skaten und BMX errichtet werden.

 


Entwurfsidee
Das sehr schöne Gundstück mit seiner außergewöhnlichen Lage und dem nach Süden ansteigenden Gelände hat dazu inspiriert ein Gebäude zu entwerfen, dass sich genau auf diesen Ort bezieht. So wurden die Räume für das Velodrom und das Extremsport Centrum unter ein gemeinsames begrüntes Dach gelegt. Dieses Dach entwickelt sich aus dem Gelände und legt sich wellig wie die Landschaft auf den zweigeschossigen Baukörper. Darüber schwebt das Velodrom und ist klar und gut sichtbar. Es bildet das zentrale Element. Dadurch, dass ein großer Teil der Räume unter dem begrünten Dach liegen gelingt es das umfangreiche Programm so auf dem Grundstück unterzubringen, dass der parkartige Charakter des Geländes erhalten bleibt.

Architektur
Das Velodrom wird charakterisiert durch die zwei Gebäudevolumen. Das gestreckte zweigeschossige Rechteck das aus dem Hügel herauswächst und dem gut sichtbaren schwebenden "Rad". Das zweigeschossige Bauteil basiert auf einem Raster von 7,5m x 7,5m, einer sehr flexiblen und wirtschaftlichen Spannweite. Alle Betonbauteile, Stützen und Decken sind vorgefertigt.Die runde Form des Velodroms ist eine ideale Form um die Funktionen einer Halle zu organisieren. Sie ermöglicht zudem besonders wirtschaftliche Dachtragwerke wie hier über 120m. Das Tragwerk besteht aus 24 Stahlträgern. Die Fachwerkträger die durch ihre Ausbildung die Form des Daches erzeugen stehen auf der Ebene 2. Sie enden in einem Druckring mit einem Durchmesser von 60m. Die 60m werden überspannt durch eine sehr leichte Seilkonstruktion. Sie basiert auf den Speichen eines Rades und unterstreicht so die Nutzung des Gebäudes als Velodrom. Das Dach wird mit einer teilweise transluzenten Membrane eingedeckt. Ein umlaufendes Fensterband stellt die Beziehung zum Außenraum her und belichtet den Umgang um die Tribünen. Der Haupteingang des Gebäudes ist voll verglast.
Das Foyer hat einen zweigeschossigen Luftraum der in das Café und die Ladenzeile übergeht. Die Unterseite des Hallendaches ist vor dem Haupteingang und im Foyer sichtbar und begleitet den Zuschauer bei seinem Weg in das Gebäude. Ein zentrales rundes Fenster vor dem Haupteingang ermöglicht bereits von hier einen Blick in die Halle. Über die Haupttreppen an beiden Seiten gelangt man auf die Ebene 2 und von dort zu den Tribünen. Glasaufzüge fahren vom Foyer direkt auf Ebene 2.

Hastrich Keuthage Architekten

Oranienburger Strasse 17

10178 Berlin

Tel +49 30 40041958
Fax +49 30 40041957

mail@athka-architekten.de